Bio-Logisch!

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19.06.2019
Krebsabwehr durch natürliche Killerzellen
Prof. Dr. Markus Hoth, Biophysik, CIPMM, Homburg

Krebszellen entstehen oft durch eine Kombination verschiedener Veränderungen (Mutationen) von normalen Körperzellen. Durch ihre schnelle Vermehrung können sie normale Zellen verdrängen und so Probleme in befallenen Organen verursachen, die zum Tod führen können. Es gibt vielfältige Therapieoptionen von chirurgischen chemotherapeutischen oder strahlentherapeutischen bis hin zu immuntherapeutischen Möglichkeiten. Gerade die immuntherapeutischen Optionen erleben derzeit eine Renaissance. Hier setzen auch die Killerzellen des Immunsystems an. Die beiden wichtigsten Vertreter im menschlichen Körper sind zytotoxische T-Lymphozyten und Natürliche Killerzellen. Der Vortrag veranschaulicht, wie Natürliche Killerzellen Krebszellen umbringen und wie man die Effizienz dieser „Serienkiller“ bestimmen und gegebenenfalls optimieren kann.


Prof. Hoth promovierte 1993 in Göttingen und kam 1999 nach einem 5-jährigen Forschungsaufenthalt in Stanford als Professor für Physiologie an die Universität des Saarlandes. Er ist seit dessen Gründung im ZHMB tätig und leitet seit 2007 die Abteilung für Biophysik im CIPMM an der Medizinischen Fakultät in Homburg. In den letzten 10 Jahren nutzt seine Abteilung ihr breites immunologisches know-how, um die Rolle des Immunsystems bei der Krebsbekämpfung besser zu verstehen. Neben den Forschungstätigkeiten spielt das Engagement in der studentischen Lehre für Prof. Hoth eine sehr wichtige Rolle, was sich auch in mehreren Lehrpreisen widerspiegelt.


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